Projekte, Ziele, Hobbys, Wünsche auf Probe aufgeben

Kennst Du das Gefühl, für die wirklich wichtigen Dinge nicht genug Zeit zu haben? Mit den wirklich wichtigen Projekten nicht gut voranzukommen, weil Du einfach zu viel zu tun hast?

Wenn es Dir schwerfällt, endgültig etwas aufzugeben …

Gerade wenn Motivation eigentlich nicht Dein Problem ist, sondern Du Dich leicht für Neues begeistern kannst und jemand bist, der nicht nur träumt und redet, sondern die Dinge anpackt, neue Projekte angeht, also aktiv wird, kann es passieren, dass Du Dir deutlich zu viel vornimmst.

Damit meine ich nicht, dass Du Dir zu große Ziele setzt, sondern zu viele – weil Du Dich immer wieder für Neues begeisterst, ohne Altes aufzugeben. Das kann alle Lebensbereiche betreffen. Ohne es hier zu vertiefen, nenne ich nur das Stichwort Freizeitstress.

Wenn Du Dich erst einmal ausgelaugt und überfordert fühlst, bist Du weniger leistungsfähig, was es Dir umso schwerer macht, all die Dinge zu tun, die Du gerne tun möchtest: von Freizeit- und Familienaktivitäten über Fitness und Weiterbildung bis zu beruflichen Zielen wie beispielsweise Dein liebstes Hobby zum Beruf zu machen.

Wenn es bloß so einfach wäre

In der Theorie scheint die Lösung dieses Problems offensichtlich zu sein: Lass los, gib Altes auf, um Zeit für Neues zu haben bzw. setze Prioritäten und trenn Dich von den weniger wichtigen Projekten, Hobbys, Wünschen und Zielen. In der Realität kann das sehr schwierig sein, weil es eine emotionale Komponente gibt: Was Du gerne tust, woran Dein Herz hängt oder was Dein halbes Leben lang Teil Deines Lebens ist, lässt sich nicht mal eben so aufgeben, weil es “objektiv betrachtet” vernünftig erscheint. So sind wir Menschen nicht.

Deshalb empfehle ich Dir einen Trick, den Du in anderem Zusammenhang bestimmt bereits gehört hast: Wegwerfen auf Probe. Dabei sonderst Du das, was Du eigentlich wegwerfen solltest, aus und hebst es separat auf. Als Vorstufe zum echten Wegwerfen. Das Prinzip dahinter kannst Du auf alle Deine Wünsche, Ziele, Projekte und Hobbys analog anwenden.

Wenn Du noch nicht bereit bist, einen endgültigen Schlussstrich zu ziehen, nimm einen Bleistift dafür, um es metaphorisch auszudrücken. Dann kannst Du den Schlussstrich zur Not wegradieren.

Falls Du Dich fragst, ob Du die Entscheidung damit nicht bloß aufschiebst, anstatt wirklich Altes aufzugeben, lautet meine Antwort: Nicht wirklich, denn – um im Bilde zu bleiben – der mit Bleistift gezogene Schlussstrich ist ja bereits da. Du bist bereits unterwegs, hast bereits eine Entscheidung getroffen – die Du ansonsten wirklich aufgeschoben hättest. Wünsche, Ziele, Projekte und Hobbys auf Probe aufzugeben bedeutet, sie vorerst tatsächlich aufzugeben.

Fortsetzung folgt

Außerdem ist zu bedenken, dass es meistens gar nicht nötig ist, für immer auf das zu verzichten, was Du erst einmal aufgibst. Es kann sogar sinnvoll sein, zu einem späteren Zeitpunkt daran anzuknüpfen. So wichtig es ist, Dinge tatsächlich – also für immer! – aufzugeben, weil Dir im Leben nur begrenzt Zeit und Energie zur Verfügung stehen, ergibt es durchaus Sinn, in Ausnahmefällen von Anfang an statt von Aufgeben von Pausieren zu sprechen. Das ist nicht bloß ein weiterer Trick, um es Dir noch etwas leichter zu machen – obwohl es tatsächlich leichter ist, sich für eine Pause zu entscheiden als etwas aufzugeben.

Ob Du etwas pausierst oder auf Probe aufgibst, beides kann Dir helfen, Dir darüber klar zu werden, wie wichtig Dir diese Wünsche, Ziele, Projekte und Hobbys noch sind. Stellst Du dann fest, dass Dir etwas zu wichtig ist, um es dauerhaft aufzugeben, ist das eine Erkenntnis, die Dir hilft, besser Prioritäten zu setzen. Es geht schließlich beim Ganzen nicht darum, eine schnelle Entscheidung zu erzwingen, sondern darum, Deine Zeit und Energie für das zu reservieren, was Dir im Leben am wichtigsten ist.

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Oliver Springer

Oliver Springer

Seit 2008 bin ich im Hauptberuf Blogger und schreibe für eigene Projekte und im Auftrag zu einer Reihe von Themen, darunter Kaffee, Internet, Mobilfunk, Festnetz, Video-on-Demand, Selbstmanagement und Musik … Zuvor hatte ich 14 Jahre lang als Moderator und Redakteur für den Radiosender JAM FM gearbeitet, wo ich später auch den Internetauftritt betreute. 2002 gründete ich mit einem meiner Radiokollegen die Urban Music Website rap2soul.de und 2018 brachten wir den Radiosender PELI ONE in Air.

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