To-Do-Listen verleiten zum Brainstorming

To-Do-Listen können Dir in allen Lebensbereichen helfen. Einen Überblick darüber zu haben, was zu tun ist und was bereits getan ist, macht Dich produktiver. Listen mit Aufgaben zu erstellen hat eine Reihe von Vorteilen, doch wenn Du bereits mit To-Do-Listen gearbeitet hast, weißt Du, wie schnell es passieren kann, dass es viel zu viele Aufgaben werden. Du fühlst Dich überfordert und die Motivation lässt nach.

Nicht zu viel auf einmal vornehmen!

Die vielleicht größte Gefahr beim Anlegen von To-Do-Listen ist, dass sie – wie ich es nennen möchte – zum Brainstorming verleiten: Es wird alles eingetragen, was zum Erreichen des jeweiligen Ziels sinnvoll erscheint. Lassen wir außen vor, dass nicht wirklich alles sinnvoll ist, was spontan der Aufgabenliste hinzugefügt wird.

Das eigentliche Problem liegt darin, keine Prioritäten zu setzen bzw. keine Entscheidung zwischen mehreren möglichen Vorgehensweisen zu treffen, sondern viel zu viel auf die Liste zu setzen, was alles getan werden könnte.

Unzählige Möglichkeiten

Dazu ein Beispiel: Angenommen, Du möchtest Deine Fitness verbessern. Dann könntest Du Dir vornehmen, jeden Tag eine halbe Stunde zu joggen, dreimal pro Woche ins Fitnessstudio zu gehen, Dich für Krafttraining, Yoga und Streetdance anzumelden, statt mit dem Auto mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren, Deine Ernährung umzustellen, einen entsprechenden Kochkurs zu belegen, selbst Gemüse im Garten hinter Deinem Haus anzubauen und vorher umzuziehen, weil Du derzeit gar kein Haus mit Garten hast …

Du merkst, worauf das hinausläuft: Um Deine Fitness zu verbessern, könntest Du Dir mehr als 100 verschiedene Dinge vornehmen, die für sich betrachtet alle dabei helfen würden, Dich Deinem Ziel näherzubringen. Aber es liegt auf der Hand, dass Du Dir nicht 100 Dinge auf einmal vornehmen, sondern eine handvoll davon bewusst auswählen solltest.

Solch eine bewusste Auswahl sollte entsprechend die Basis für Deine To-do-Listen bilden. Trotzdem ist es gar nicht schlecht, dass To-do-Listen zum Brainstorming verleiten; oder sagen wir lieber dazu anregen.

Auf die Trennung kommt es an

Entscheidend ist, dass Du beim Aufschreiben Deiner Einfälle eine Trennung vornimmst zwischen dem, was Du Dir als Aufgabe vornimmst und dem, was möglicherweise später der Aufgabenliste hinzugefügt wird. Notiere separat in einer Art Sammel-Liste, beispielsweise in einer extra Spalte, was Dir alles einfällt. Im Zweifel trägst alles vorab in eine Sammel-Liste ein und entscheidest hinterher, was davon auf Deine echte To-do-Liste kommen soll. Was zunächst unnötig umständlich wirken mag, kann Dir später viel Arbeit sparen und Deine Motivation retten.

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Oliver Springer

Oliver Springer

Seit 2008 bin ich im Hauptberuf Blogger und schreibe für eigene Projekte und im Auftrag zu einer Reihe von Themen, darunter Kaffee, Internet, Mobilfunk, Festnetz, Video-on-Demand, Selbstmanagement und Musik … Zuvor hatte ich 14 Jahre lang als Moderator und Redakteur für den Radiosender JAM FM gearbeitet, wo ich später auch den Internetauftritt betreute. 2002 gründete ich mit einem meiner Radiokollegen die Urban Music Website rap2soul.de und 2018 brachten wir den Radiosender PELI ONE in Air.

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