Zwischen den Routinen Platz für Neues lassen

Routinen sind wichtig, um den Alltag zu bewältigen und effizient zu arbeiten, aber dazwischen sollte Platz für Neues, Ungewohntes, Frisches bleiben. Das ist nicht zuletzt ein gutes Mittel, um zu verhindern, dass die gewohnten Abläufe langweilig werden.

Zwischendurch neue Wege gehen

Die Bedeutung von Routinen lässt sich kaum überschätzen, denn man profitiert in mehrfacher Weise davon, bewährten Abläufen zu folgen und nicht unnötig viele Entscheidungen treffen zu müssen. Trotzdem sollte das Ziel nicht sein, sozusagen komplett auf Autopilot zu schalten. Wie wohl bei allem Guten kannst Du es auch damit übertreiben und somit negative Resultate erzielen.

Viele Menschen assoziieren mit Routinen generell Langeweile. Ein Leben, das Tag für Tag in gewohnten Bahnen verläuft, gilt allgemein als wenig erstrebenswert. Das dürfte allerdings zum größten Teil damit zu tun haben, dass diese festen Bahnen oft von anderen vorgegeben werden, dass man sich seine Routinen nicht selbst ausgesucht hat und man das Gefühl hat, nicht selbst bestimmen zu können. Im Arbeitsleben ist das auch keine Seltenheit, doch liegt das Problem dann eher nicht bei Routinen, sondern im Mangel an Selbstbestimmung.

Hast Du mehr Kontrolle, als Du denkst?

So oder so hilft es, wenn Du Dir bewusst machst, welche Freiräume es zwischen Deinen festen Abläufen gibt. Selbst wenn Du im Job nur wenig Entscheidungsspielraum hast und Dein Privatleben derzeit voll von Verpflichtungen ist, bietet Dir jeder Tag unzählige Gelegenheiten, etwas anders zu machen. Dazu musst Du nicht aus Deinen Routinen ausbrechen – was zwar ebenfalls sinnvoll sein kann – doch heute geht es um die Lücken zwischen den gewohnten Abläufen. Und darum, wie fest diese festen Abläufe tatsächlich sind.

Dazu einige bunt zusammengewürfelte Anregungen: Ändere den Weckton auf Deinem Smartphone. Verbring Deine Mittagspause an einem anderen Ort als sonst – vielleicht mit einem Kollegen, mit dem Du sonst wenig sprichst. Fahr am Wochenende an einen Ort in der Nähe, an dem Du noch nie gewesen bist. Bestimmt gibt es sogar in Deiner eigenen Stadt eine Menge Orte, die Du nicht kennst, wo Du frische Eindrücke sammeln kannst.
Die Entscheidung, ein neues Restaurant oder einen neuen Imbiss auszuprobieren, kannst Du spontan treffen, wenn Du Hunger bekommst. Eventuell probierst Du sogar eine neue Küche aus.

Du kannst für Deinen Nachhauseweg öfter mal einen anderen Weg versuchen. Mit einem Navi im Auto bzw. einer App für den örtlichen öffentlichen Nahverkehr musst Du Dir keine Sorgen machen, Dich dabei zu verfahren. Der Umweg kostet Dich wahrscheinlich nur ein paar Minuten. Oder Du sparst mit dem neuen Weg sogar ein paar Minuten. Finde es heraus!

Wie wäre es mit einem Besuch im Buchladen, bei dem Du in eine Abteilung gehst, in der Du noch nie ein Buch gekauft hast – und einfach mal ein paar Seiten zu einem Dir nicht vertrauten Thema liest? Das geht bei E-Books noch einfacher, weil Du die ersten Seiten von E-Books meist sowieso gratis lesen kannst.

Kleine Veränderungen sind jeden Tag möglich

Wenn Du ein wenig darüber nachdenkst, was Du alles kurzfristig ändern kannst, stellst Du vermutlich fest: Die festen Abläufe in Deinem Alltag sind weniger fest als Du denkst. Die Bahnen, in denen Dein Tag verläuft, sind vermutlich relativ dehnbar. Soll heißen: Du musst Deine gewohnten Bahnen im Alltag nicht verlassen, wenn Du mehr Abwechslung brauchst. Du kannst innerhalb Deiner Routinen einiges verändern, ohne den Nutzen dahinter zu verlieren.

Es wird nicht gleich Chaos ausbrechen, wenn Du Details veränderst. Sicher, minimale Änderungen, wie in Deinem Textverarbeitungsprogramm eine neue Schriftart einzustellen, werden Dein Leben nicht auf ein neues Level heben. Aber darum geht es nicht: Je mehr Dein Alltag von festen Abläufen geprägt ist, desto erfrischender und erholsamer wirken sich kleine Veränderungen aus, die Du nur um der Veränderung Willen vornimmst.

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Oliver Springer

Oliver Springer

Seit 2008 bin ich im Hauptberuf Blogger und schreibe für eigene Projekte und im Auftrag zu einer Reihe von Themen, darunter Kaffee, Internet, Mobilfunk, Festnetz, Video-on-Demand, Selbstmanagement und Musik … Zuvor hatte ich 14 Jahre lang als Moderator und Redakteur für den Radiosender JAM FM gearbeitet, wo ich später auch den Internetauftritt betreute. 2002 gründete ich mit einem meiner Radiokollegen die Urban Music Website rap2soul.de und 2018 brachten wir den Radiosender PELI ONE in Air.

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