Inneren Widerstand bei Aufgaben minimieren

Wenn wir wichtige Aufgaben immer wieder aufschieben, liegt das häufig an einem gewissen inneren Widerstand, den wir beim Gedanken daran verspüren. Manchmal hat das mit dem vermuteten Aufwand oder damit zu tun, dass uns diese Arbeit schwerfällt oder damit, dass wir aus Erfahrung wissen, dass sie sich unangenehm anfühlt oder wir uns überfordert fühlen.

Vereinfachen, um den Widerstand gering zu halten

Es gibt einen Trick

Diese Art von Widerwillen, den sprichwörtlichen inneren Schweinehund zu überwinden, kann eine große Herausforderung bedeuten. Der folgende Trick macht die Überwindung des inneren Schweinehundes zu einer signifikant kleineren Herausforderung, zu etwas, was uns nicht schon beim ersten Gedanken daran Energie entzieht.

Das ist von Bedeutung, denn indem wir uns vorstellen, wie anstrengend und unangenehm etwas sein wird, sorgen wir selbst dafür, dass wir es als anstrengender und unangenehmer empfinden. Entsprechend schwieriger wird es, uns doch dazu durchzuringen. Unsere Phantasie nicht daran arbeiten zu lassen, hilft uns bereits. Aber nun zum Trick!

Wenn wir etwas vor uns herschieben bzw. vermeiden, geht es meist nicht um einzelne kleine Aufgaben, sondern um aus mehreren Aufgaben bestehende Projekte. Jedenfalls ist es fast nie mit einem Arbeitsschritt getan. Es sind mehrere, nicht selten viele einzelne Schritte erforderlich, um das jeweilige Ziel zu erreichen.

Alle zusammengenommen sind möglicherweise tatsächlich sehr anstrengend oder sehr unangenehm. Die Lösung liegt darin, einen ersten Schritt vom Rest zu isolieren, also eine erste kleine Teilaufgabe anzugehen.

Anstatt gleich einen halben Tag einzuplanen, können wir uns zum Beispiel vornehmen, 15 Minuten für die ersten Vorbereitungen zu investieren. Zu mehr verpflichten wir uns erstmal nicht. Entscheidend ist, den ersten Schritt dermaßen klein zu halten, dass der innere Schweinehund gar nicht erst wach wird. Anstatt also viel mentale Kraft darauf zu verwenden, unseren inneren Widerstand zu überwinden, machen wir die erste Teilaufgabe so klein, dass wir gar keinen nennenswerten Widerstand dagegen spüren.

Das Anfangen ist das Wichtigste

Große Aufgaben in kleine Teilaufgaben zu zerlegen ist generell sinnvoll, doch der erste Schritt ist der schwierigste. Haben wir erstmal angefangen, müssen wir nur noch weitermachen, was sehr viel einfacher ist.

Eventuell machen wir sogar sofort weiter. Anstatt also bloß Minuten zu investieren, bleiben wir eventuell eine ganze Stunde dabei, weil wir gerade in Schwung gekommen sind. Es ist deshalb eine gute Idee, vorsichtshalber deutlich mehr Zeit für den ersten Schritt einzuplanen, damit wir nicht gezwungen sind aufzuhören, wenn wir gerade gut vorankommen. Je weiter wir im ersten Arbeitsgang kommen, desto leichter fällt es uns, bei nächster Gelegenheit damit weiterzumachen.

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Oliver Springer

Oliver Springer

Seit 2008 bin ich im Hauptberuf Blogger und schreibe für eigene Projekte und im Auftrag zu einer Reihe von Themen, darunter Kaffee, Internet, Mobilfunk, Festnetz, Video-on-Demand, Selbstmanagement und Musik … Zuvor hatte ich 14 Jahre lang als Moderator und Redakteur für den Radiosender JAM FM gearbeitet, wo ich später auch den Internetauftritt betreute. 2002 gründete ich mit einem meiner Radiokollegen die Urban Music Website rap2soul.de und 2018 brachten wir den Radiosender PELI ONE in Air.

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