To-Do-Listen: Ideen von echten Aufgaben trennen

Bei all den vielen Dingen, die die meisten von uns zu tun haben, können uns To-Do-Listen sehr unterstützen. Zu den Vorteilen von To-Do-Listen zählen, dass wir uns eine gewisse Zeit im Voraus überlegen, was alles zu tun ist, leichter zwischen wichtigen und weniger wichtigen Aufgaben unterscheiden können und auch zeitlich besser Prioritäten setzen können.

Die meisten To-Do-Listen werden zu stark befüllt

Bei all den vielen Dingen, die die meisten von uns zu tun haben, besteht allerdings die Gefahr, dass aus der Aufgabenliste bald eine Aufgeben-Liste wird … weil uns die Menge an Aufgaben in langen To-Do-Listen überfordert oder zumindest demotiviert. Dem können wir mit einer einfachen Methode vorbeugen: indem wir echte Aufgaben von bloßen Ideen, Gedanken oder Notizen trennen.

Man kann nicht alles machen

Der Fehler besteht nicht darin, auf einer Aufgabenliste alles zu notieren, was einem einfällt … also alles, was getan werden könnte. Im Gegenteil: Alles rauszulassen, schafft Platz im Kopf. Steht es erstmal auf der Liste, nimmt es gewissermaßen im Kopf nicht mehr so viel Platz ein.

Der sehr weit verbreitete Fehler besteht dann darin, aus all den Notizen keine echten Aufgaben auszusortieren bzw. auszuwählen. Anders gesagt: So sinnvoll es ist, erstmal alles in Kurzform schriftlich festzuhalten, so wichtig ist es, nur einen Teil davon auszusuchen und als Aufgaben abzuarbeiten.

Ideen für später aufheben

Was erstmal keine Aufgabe wird, müssen wir nicht gleich wegwerfen oder löschen. Wir sollten es aufheben, aber nicht als Liste von Aufgaben, sondern es Ideen oder Notizen nennen. Ab und zu, beispielsweise einmal pro Monat, gehen wir unsere Sammlung durch und entscheiden dabei, was wir weiter aufheben und was nicht. Manches davon könnte dann evtl. doch eine Aufgabe werden. Oder etwas anderes, was ganz woanders besser aufgehoben ist wir deshalb dorthin verschieben.

Sowohl im Bereich der Ideen und Notizen als auch bei den echten Aufgaben kann es sinnvoll sein, zusätzliche Einteilungen vorzunehmen. Wenn die Ideenliste lang ist, bietet es sich an, die besten davon in eine extra Liste mit guten Ideen zu befördern. Bei den Aufgaben kann es helfen, diese nach Wichtkeit zu ordnen. Außerdem ist manches dringend und anderes kann warten.

Aber das Wichtigste bleibt, uns nicht zu viel vorzunehmen, denn das führt zu einem großen Haufen könnte, sollte, müsste, hätte …

Diese Trennung zwischen Ideen und Aufgaben hilft uns, bewusster auszuwählen, was wir wirklich tun wollen. Was die Chancen, dass wir es tatsächlich tun, beträchtlich erhöht! Denn mal ehrlich: Viele angebliche To-Do-Listen sind in Wahrheit eher Wunschlisten.

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Oliver Springer

Oliver Springer

Seit 2008 bin ich im Hauptberuf Blogger und schreibe für eigene Projekte und im Auftrag zu einer Reihe von Themen, darunter Kaffee, Internet, Mobilfunk, Festnetz, Video-on-Demand, Selbstmanagement und Musik … Zuvor hatte ich 14 Jahre lang als Moderator und Redakteur für den Radiosender JAM FM gearbeitet, wo ich später auch den Internetauftritt betreute. 2002 gründete ich mit einem meiner Radiokollegen die Urban Music Website rap2soul.de und 2018 brachten wir den Radiosender PELI ONE in Air.

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