Zeitfalle konzentriertes Arbeiten

Viele Menschen leiden darunter, dass sie nicht konzentriert arbeiten können. Es gibt einfach zu viele Störungen und Ablenkungen.

Vielen ist das gar nicht bewusst

Neben Störungen von außen, beispielsweise durch spontan vorbeischauende Kollegen, Straßenlärm und Anrufe, leiden viele von uns unter Störungen von innen: Die Gedanken schweifen etwa ab oder springen hin und her zwischen all den Pflichten, die im Tagesplan kaum Platz finden. Oder private Sorgen lassen sich einfach nicht ausblenden.

Wer effizient arbeiten möchte, muss sich konzentrieren. Wird uns immer wieder gesagt – und stimmt auch. Das permanente Plädoyer für bessere Konzentration trägt allerdings eine gewisse Schuld daran, dass die Leute einen anderen Effizienz-Killer gar nicht als Gefahr wahrnehmen: konzentriertes Arbeiten über einen zu langen Zeitraum.

Voll und ganz konzentriert

Wer ganz in seine jeweilige Arbeit – oder allgemeiner: Tätigkeit – vertieft ist, läuft leicht Gefahr, sich viel zu viel Zeit zu nehmen. Wer sich voll und ganz auf eine Aufgabe konzentriert, kommt gar nicht auf die Idee, zwischendurch auf die Uhr zu schauen. Wer ganz in seine Arbeit vertieft ist, hat kein Zeitgefühl.

Im Hinblick auf die Arbeitsqualität ist das zwar erfreulich, doch wenn in der Folge für andere wichtige Dinge nicht mehr ausreichend Zeit übrig bleibt, hat man ein Problem. Der Ratschlag, weniger ehrgeizig zu sein, sich weniger Mühe zu geben, läuft ins Leere, wenn das Versinken in die jeweilige Tätigkeit aus Gewohnheit erfolgt bzw. zur eigenen Persönlichkeit gehört.

In diesem Fall muss man im Vorfeld dafür sorgen, nicht dauerhaft ungestört arbeiten zu können, zum Beispiel indem man sich einen Wecker stellt, der einen rechtzeitig aus der Konzentrationsfalle holt.

Um nicht erst daran denken zu müssen, einen Wecker zu stellen, kann stattdessen ein Erinnerungsalarm vom Kalender des Smartphones helfen. Der Alarm lässt sich so einstellen, dass er eine gewisse Zeit vor einem Termin erklingt. Die meisten Kalender-Apps machen es möglich, zu jedem eingetragenen Termin automatisch eine bestimmte Zeit vorher erinnert zu werden.

Ideal für Ablenkungen von der Arbeit: das Smartphone

Das Smartphone dafür sorgen zu lassen, nicht zu lange konzentriert arbeiten zu können, funktioniert allerdings nur dann, wenn man ansonsten die Zahl der Benachrichtigungen so weit reduziert hat, dass man nicht anfängt, die Benachrichtigungen zu ignorieren bzw. mental auszublenden. Es ist wichtig, sich Benachrichtigungen tatsächlich anzuschauen, um die Konzentration zu durchbrechen. Alle unwichtigen Benachrichtigen sollten deshalb abgeschaltet werden.

In besonders schweren Fällen von konzentriertem Arbeiten können wir unsere Mitmenschen darum bitten, uns rechtzeitig beim Arbeiten zu stören. Das geht auch, wenn kein potenzieller Störer in der Nähe ist. Dann können uns Kurznachrichten und Telefonanrufe aus unserer Konzentration herausreißen. Derjenige, den wir darum bitten, uns rechtzeitig zu stören, darf nicht zu schnell aufgeben. Er muss solange dranbleiben, bis wir uns tatsächlich von unserer aktuellen Aufgabe abwenden.

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Oliver Springer

Oliver Springer

Seit 2008 bin ich im Hauptberuf Blogger und schreibe für eigene Projekte und im Auftrag zu einer Reihe von Themen, darunter Kaffee, Internet, Mobilfunk, Festnetz, Video-on-Demand, Selbstmanagement und Musik … Zuvor hatte ich 14 Jahre lang als Moderator und Redakteur für den Radiosender JAM FM gearbeitet, wo ich später auch den Internetauftritt betreute. 2002 gründete ich mit einem meiner Radiokollegen die Urban Music Website rap2soul.de und 2018 brachten wir den Radiosender PELI ONE in Air.

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